Was bei der Einrichtung eines Hyper-V-Backups zu beachten ist

Auswahl des optimalen Backup-Typs
Datei-Archivierung
Eine Datei-Archivierung ist aus folgenden Gründen nicht empfehlenswert:
  1. Die Komprimierung der VHD ist langsam und zeitintensiv.
  2. Eine Verschlüsselung der Sicherungskopie nimmt viel Zeit in Anspruch und erschwert Backups und Wiederherstellungen.
 
Datei-Backup
Diese Art von Backup hat folgende Vorteile:
  1. Die Backup-VHD ist eine exakte Kopie der Gastmaschine.
  2. Dateien lassen sich schnell wiederherstellen.
  3. Redundanz sorgt für zusätzliche Sicherheit.
Hinweis: Die Durchführung von Datei-Backups mit einem Rsync-Ziel wird für Hyper-V-Backups grundsätzlich NICHT empfohlen, da RSYNC nicht für die Übertragung von großen Dateien optimiert ist.
 
System-Backup
Aus folgenden Gründen empfehlen wir eine Durchführung eines System-Backups:
  1. System-Backups können vom Add-on der granulären Wiederherstellungskonsole verwendet werden.
  2. Sie können für ein Disaster Recovery genutzt werden.
  3. Nur mit einem System-Backup ist ein Baremetal-Recovery möglich.
Externe Festplatten sind ideale Backup-Ziele für Systemsicherungen, da sie die folgenden Optionen unterstützen:
  1.  Bare-Metal-Backups.
  2.  Änderungen auf der Blockebene.
  3.  Backup-Verlauf inklusive verschiedener Wiederherstellungsoptionen.
Hinweise zur Limitation verschiedener Medien finden Sie unter folgendem Artikel :
 
Auswahl des Backup-Typs
Backup-Typen lassen sich im Fenster Erstellen eines neuen Backup-Jobs auswählen.
 
Bewährte Backup-Szenarien
Nachfolgend finden Sie Beispiele für Backup-Typen, die optimal für tägliche oder historische Backup-Jobs (Archivierungen geeignet sind.
 
Tägliche System-Backups
Ein Bare-Metal-System-Backup (mit aktiver Option "Critical Volumes") zur Sicherung des Hosts und wichtiger Gastmaschine auf dem externen Festplattenpool #1. Die externen Festplatten rotieren täglich.
Wichtige Gastmaschinen umfassen Systeme, die Anwendungen wie Exchange und SQL ausführen bzw. wichtige Daten bereitstellen und speichern (z.B. Daten aus Finanz- und Geschäftsanwendungen).
 
Hinweis: Server ab Windows 2008 R2 unterstützen die Auswahl einzelner Dateien. So können Sie wichtige Gastmaschinen auf einem Volume und weniger wichtige Gastmaschinen auf einem anderen Volume speichern - das ist das empfohlene Best Practice.
 
Wöchentliche System-Backups
Ein Bare-Metal-System-Backup (mit aktiver Option Critical Volumes) zur Sicherung des Hosts und ALLER Gastmaschinen auf dem externen Festplattenpool #2.
 
Vorteile dieses Backups:
  1.  Redundanz durch lokale Offsite-Backups.
  2.  Verschiedene Wiederherstellungsoptionen.
Lokale Backups ermöglichen einen einfachen Zugriff auf die VHDs von Gastmaschinen.
 
Datei-Backup
Ein empfehlenswerter Einsatz dieses Backup-Typs umfasst die Nutzung der Spiegelungsoption zur Sicherung wichtiger Gastmaschinen auf einem lokalen Laufwerk.
 
System-Backups
Für die meisten Hyper-V-Server werden System-Backups empfohlen, da diese das granuläre Hyper-V-Wiederherstellungstool und Datencontainer nutzen und für Bare-Metal-Recovery genutzt werden können.
Im folgenden erhalten Sie wichtige Informationen über den Einsatz von System-Backups zur Sicherung einer Hyper-V-Umgebung.
 
Überlegungen zum Ziel
  • Das Backup-Ziel muss mindestens doppelt so groß wie die zu sichernden Daten sein.
  • Das Ziel muss NTFS-formatiert, verfügbar sein und VSS unterstützen.
  • Bei älteren Betriebssystemen als Windows Server 2012 besteht  hinsichtlich der Größe von zu sichernden Volumes eine Begrenzung von 2 TB.
  • Advanced-Format-Festplatten, die in der Regel mehr als 2 TB groß sind, weisen eine Sektorgröße von 4 KB auf (4.096 Byte). Solche Festplatten können von System-Backups in Betriebssystemen, die älter als Windows Server 2012 sind, nicht unterstützt werden.
Sicherung einzelner Gastmaschinen mit System-Backups
Wir empfehlen Ihnen, vollständige Volumes ausschließlich per System-Backup und einzelne Gastmaschinen per Datei-Backup zu sichern. Wenn Sie einzelne Gastmaschine per System-Backup sichern möchten, gelten folgende Anforderungen und Hinweise:
  • Einzelne Gastmaschinen lassen sich mit System-Backups ausschließlich ab Windows Server 2008 R2 sichern.
  • Wählen Sie als Backup-Ziel ein Volume im NTFS-Format aus, das VSS unterstützt.
  • Zum Beispiel: Lokales Verzeichnis, externe Festplatte, Datencontainer,RDX-Medien,NAS-Systeme oder iSCSI-Ziele.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie unter VSS-Backup-Verfahren die Option kopieren aktiviert haben. Rufen Sie in der Backup-Registerkarte das Menü "Verwalten" auf, markieren Sie den gewünschten Backup-Job und klicken Sie auf Bearbeiten -> Abbild Optionen.
    
        Weitere Themen und Technologien
Die folgende Darstellung enthält Informationen und Ratschläge für bestimmte Technologien und Implementierungen.
 
 
Verwandte Links
Schnappschüsse: Unterschiede zwischen Hyper-V- und VSS-Schnappschüssen:
Offsite-Backups: VSS-Beschränkung bei grundlegenden System-Backups auf ein NAS-Gerät:
 
Weitere Informationen zu Hyper-V-Backups mit BackupAssist finden Sie hier: