Inkrementelle System-Backups und Hintergrundinformationen zum Speicher-Management

Beim System-Backup (Abbild/Windows Image) mit der Backup-Lösung BackupAssist Classic müssen nicht mehr vollständige und inkrementelle Sicherungen verwaltet werden.
Stattdessen wird von der Windows Server-Sicherung (diese nutzt BackupAssist Classic beim System-Backup) standardmäßig eine inkrementelle Sicherung erstellt, deren Verhalten dem einer vollständigen Sicherung entspricht.
 
Jedes Sicherungsmedium ist ein eigenständiger Sicherungssatz. Das bedeutet wenn Sie z.B. das erste mal eine neue USB-Platte anschließen,  wird eine Vollsicherung aller Daten darauf ausgeführt.
 
Windows Server Backup arbeitet auf Basis von VHDs. Wenn Sie in BackupAssist unter "Einstellungen -> Windows-Einstellungen die Option "Schnelle inkrementell Windows-Image Backups nutzen" ausgewählt haben, dann zeichnet VSS während des Betriebs des Servers alle Änderungen auf den Laufwerken auf. Bei der nächsten Sicherung werden dann alle geänderten Daten auf das Sicherungslaufwerk übertragen. Dies ist im Verhältnis zum Stand auf dem jeweiligen Sicherungslaufwerk. Sie können also den vollen Server von jeder einzelnen dieser Sicherungslaufwerke wiederherstellen.
 
Windows Server Backup macht IMMER eine inkrementelle Sicherung es gibt keine Einstellung für "Immer Vollsicherung" oder "Differenzielle Sicherung". Dies läuft so ab:

Auf jedem Sicherungsmedium hat sich zumindest eine Vollsicherung zu befinden, ist diese nicht vorhanden wird eine erstellt.
  1. Ist bereits eine Vollsicherung vorhanden, werden die seither geänderten Daten in Form einer Differencing-VHD hinzugefügt.
  2. Nach ca. 10 -15 inkrementellen Sicherungen wird auf jeden Fall eine neue Vollsicherung erstellt um sicherzustellen, dass die Sicherungsdaten vollständig in Ordnung sind.
  3.  Ist auf dem Sicherungsmedium zu wenig Platz für die geplante Voll- oder Inkrement-Sicherung wird vor der eigentlichen Sicherung aufgeräumt. Die älteste Sicherung wird zuerst entfernt (ausgenommen der Basis-Vollsicherung auf dem Laufwerk natürlich).
Sie können beliebige Elemente aus einer einzelnen Sicherung wiederherstellen, wobei die Sicherung jedoch nur den für eine inkrementelle Sicherung benötigten Speicherplatz belegt. Darüber hinaus ist kein Benutzereingriff erforderlich, um regelmäßig durch Löschen älterer Sicherungen auf der Festplatte Speicherplatz für neuere Sicherungen freizugeben - ältere Sicherungen werden automatisch gelöscht.
 
Informationen hierzu finden Sie auf dieser Seite (wird vom Hersteller betrieben) : http://wbadmin.info/articles/how-does-windows-server-2008-backup-work.html
Einen weiteren Lesenswerter Artikel vom UK-Distributor ZenSoft finden Sie im Blog:
 
 
Weitere Infos zum Thema Speicher-Management direkt von Microsoft:
 "Windows Server Backup automatic disk usage management" und "Backup Version and Space Management in Windows Server" 
 Weitere Quellen:
  
Dann sei noch erwähnt, dass es eine andere wichtige Einstellung bei WSB gibt als nur die Sicherungsleistung: Die Art des VSS-Backups. Sie können wählen zwischen VSS-Vollsicherung und VSS-Kopiesicherung. Diese ist konfigurierbar in den Job-Einstellungen unter "Abbild Optionen".
Die Vollsicherung meldet den entsprechenden Anwendungen nach der Sicherung dass sie gesichert wurden und veranlasst bei vielen Datenbanken ein "Aufräumen der Log-Files". Die VSS-Kopiesicherung sichert das System und läßt alles unangetastet. Das heisst mit der Kopiesicherung sieht auf dem Server nach der Sicherung alles genauso aus wie vorher. Dies ist wichtig für weitere Sicherungsprogramme da diese sonst nicht erkennen können was sie sichern sollen.
 
Wichtig: Die Größe des Speicherorts für Sicherungen sollte mindestens dem 2,5-fachen der Sicherungsgröße entsprechen, damit Sie mehrere Sicherungsversionen speichern können.